Der Vogel des Jahres verliert an Boden

Vor allem im Westen wurde der Star deutlich seltener beobachtet als 2017

Bisher haben 36.000 Vogelfreundinnen und Vogelfreunde aus 24.000 Gärten und Parks mehr als 800.000 Vögel gemeldet. Auf den Medaillenrängen ist gegenüber dem Vorjahr alles beim Alten. Seriensieger Haussperling führt klar vor Amsel und Kohlmeise.

 

13. Mai 2018 – Der letzte Beobachtungstag bei der 14. Stunde der Gartenvögel neigt sich dem Ende zu. Mehr als 20.000 Meldungen wurden bereits online abgegeben. Aus den Vorjahren wissen wir, dass sich diese Zahl bis zum Einsendeschluss (21. Mai) und unter Einbeziehung der telefonisch sowie auf Papier erfassten Beobachtungen noch ungefähr verdoppeln wird. Herzlichen Dank an alle, die teilgenommen haben!

Ein Endergebnis gibt es logischerweise noch nicht, aber doch einen sehr stabilen Zwischenstand. Pro Garten oder Park wurden 33,7 Vögel gesehen oder gehört, das liegt minimal unter dem Vorjahr.

„Gewonnen“ hat erneut der Haussperling, er wurde mit Abstand am häufigsten gesehen. Der Spatz liegt in allen Flächenländern vorne, bei den Stadtstaaten auch in Berlin. In Bremen allerdings wurde die Amsel deutlich häufiger beobachtet und in Hamburg sind die Haussperling-Beobachtungen nach jetzigem Stand geradezu eingebrochen. Der Haussperling fiel dort von Rang 4 auf 8. Pro Garten wurde ein Viertel weniger Spatzen gemeldet, insgesamt nur einer in jedem Garten. Zum Vergleich: In Berlin waren es sieben Spatzen je Garten.

Der Haussperling hat also ausgerechnet dort verloren, wo er ohnehin schon schwach war. Das gilt leider auch für den Star. Der Vogel des Jahres 2018 kommt bisher auf minus 16 Prozent und verliert überdurchschnittlich im Westen von NRW über Rheinland-Pfalz bis zum Saarland, sowie in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg. In der Osthälfte sind die Verluste geringer, an der Küste von Schleswig-Holstein bis Mecklenburg-Vorpommern blieben die Beobachtungen sogar stabil.

Der Star wurde daher in der Rangliste vom Feldsperling überholt. Auch Mauersegler und Mehlschwalbe mussten Federn lassen. Die Verluste sind aber geringer als nach den ersten Meldungen zu befürchten, beide bleiben knapp unter den zehn häufigsten Arten.

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