Lohteichtal

Der NABU RVE betreut etwa 16 ha Wiesenfläche im Lohteichtal. Das Lohteichtal ist ein Kerngebiet des Vogelschutz- und FFH-Gebietes "Limbacher Teichgebiet". In Zusammenarbeit mit einem Landwirt werden die Flächen regelmäßig gemäht, wobei der größte Teil des Mähgutes als Heu und Grünfutter für Pferde verwertet wird. Die sehr feuchten Bereiche wurden mit den Balkenmäher gemäht und das Mähgut wurde von Hand auf Hänger geladen und entsorgt. Einzelne Altgrasinseln wurden zur Erhöhung der Struckturvielfalt und als Sitzwarten für Vögel nicht gemäht. Besonders in diesen nassen Bereichen rasten jedes Jahr im Durchzug gefährdete Arten, wie Bekassine und Zwergschnepfe. Im Gebiet brüten unter Anderem Rohrammer, Sumpfrohrsänger, Wasserralle, Dorngrasmücke, Neuntöter und Singdrossel. Weitere Arten die im Lohteichtal im Durchzug festgestellt wurden sind u.A.: Schilfrohrsänger, Tüpfelsumpfhuhn, Braun- und Schwarzkehlchen, sowie Rot- und Wacholderdrosseln. Die Artenvielfalt auf den Flächen des Naturschutzbundes ist höher als auf den angrenzenden intensiv bewirtschafteten Flächen, weil diese nicht gedüngt und keine Pestizide darauf ausgebracht werden. Ursprünglich fand man im Gebiet Wiesenbrüterarten wie Kiebitz und Wachtelkönig, diese konnten aber in den letzten Jahren als Brutvögel nicht mehr festgestellt werden, da die Bedingungen für diese Arten sich durch die intensive Landwirtschaft sachsenweit verschlechtert haben.

 

Die Biotoppflegearbeiten werden über die Richtlinie Agrar/ Umwelt- und Klimamaßnahmen (AUK) gefördert.

Fotos: Lutz Röder