Der NABU RV Erzgebirge und die Biber helfen gemeinsam beim Amphibienschutz in Sachsenburg

Der NABU RV Erzgebirge gewährleistet auch in diesem Jahr wieder den Schutz der Amphibien während ihrer Wanderung aus den Winterquartieren in die Laichgewässer. Wenn nachts die Temperaturen über 5°C steigen und mit Niederschlag gerechnet wird, wird wieder die jährliche Wanderung der Amphibien beginnen. An den vom NABU bereits aufgestellten und betreuten Amphibienzäunen wurden bisher noch keine Tiere festgestellt. An anderen Amphibienzäunen im Landkreis Mittelsachsen sind bereits die ersten Tiere angekommen. Wenn die Tiere dabei die Straße überqueren müssen würden das viele durch den Autoverkehr nicht überleben. Deshalb werden mobile Amphibienschutzzäune aufgestellt und dahinter Eimer eingegraben. Die Tiere fallen in die Eimer und werden über die Straße getragen. Autofahrer sind aufgefordert in den betreffenden Straßenabschnitten die Geschwindigkeit zum Schutz der Amphibien und der Helfer zu reduzieren.
In Sachsenburg und Chemnitz-Einsiedel helfen die NABU RVE-Mitarbeiter hauptsächlich Erdkröten teilweise im “Huckepack“, aber auch Grasfröschen und Teichmolchen sicher die Straßen zu überqueren. Selten werden auch Knoblauchkröten und Kammmolche festgestellt. Der Biber der sich in Sachsenburg angesiedelt hat hilft dem NABU im Amphibienschutz, da durch seine Dämme die Wasserfläche und damit der Lebensraum der Amphibien in dem Gebiet erheblich vergrößert wurde.

Diese Maßnahme wird über die Richtlinie "Natürliches Erbe" gefördert.

 

Bilder: Lutz Röder