Krötenwanderung hat bereits begonnen

Am 28. Februar hat der NABU RV Erzgebirge damit begonnen den Amphibienzaun in Sachsenburg aufzubauen. Damit soll verhindert werden, dass die Tiere bei der Überquerung der S202 getötet werden. Der Amphibienzaun erstreckt sich auf beiden Seiten der Straße auf einen circa 500m langen Abschnitt. Bereits am 1. März wurden 3 männlicheTeichmolche in den Eimern erfasst. Bisher wurden insgesamt 6 Teichmolche und 3 Erdkröten in den Eimern gefunden und zum Laichgewässer gebracht. Die Hauptwanderung wird bei nächtlichen Temperaturen von mindestens 10°C und Niederschlag einsetzen.

Im Jahr 2018 wurden am gleichen Wanderungsschwerpunkt 840 Tiere innerhalb von 6 Wochen erfasst. Überwiegend wurden dabei Erdkröten, aber auch Grasfrösche, Teichmolche, Teichfrösche und Knoblauchkröten gezählt.

 

Am 7. März wurde der Amphibienzaun an der Eibenberger Straße auf einer Länge von circa 150m aufgebaut. Am Teichabfluss konnte bereits der erste männliche Grasfrosch beobachtet werden. Der Zaun kann dabei leider nur lückenhaft aufgebaut werden, da nicht alle Grundstückseigentümer Ihre Zustimmung dafür geben, sodass viele wanderenden Tiere vom Straßenverkehr erfasst werden oder in den Gullys landen. Die Gullys werden während der Hauptwanderung mit einem engmaschigen Drahtgeflecht abgedeckt, sodass die Tiere nicht hinein fallen können. Deshalb kann der mobile Amphibienzaun nur eine provisorische Übergangslösung sein, bis eine stationäre Leiteinrichtung in der Straße eingebaut wird.

 

Diese Maßnahme wird über die Richtlinie "Natürliches Erbe" gefördert.