Rückblick

Es kommen wieder mehr Vögel in die Gärten

Zwischenergebnisse der „Stunde der Wintervögel“

In unseren Gärten und Parks halten sich deutlich mehr Vögel auf als im Vorjahr. Das ergab die achte bundesweite „Stunde der Wintervögel“. Vor allem Arten die sich 2017 rar gemacht hatten, finden nun wieder in die Gärten zurück, allen voran die verschiedenen Meisen, aber auch Kleiber, Buntspecht und Kernbeißer.

 

Ergebnisse der Amphibienzaunbetreuung in Sachsenburg

Dieses Jahr wurden in 2,5 Monaten Amphibienzaunbetreuung nur 668 Tiere bei der Hin- und Rückwanderung festgestellt. Im Vergleich waren es im Jahr 2018 bei nur 2 Monaten Zaunbetreuung 840 Tiere. Es wurden hauptsächlich Erdkröten, aber auch Teichmolche, nur ein Grasfrosch und eine Knoblauchkröte und wenige Teichfrösche gezählt. Ein möglicher Grund für den Rückgang könnte der trockene und heiße Sommer/ Herbst 2018 sein. Ohne den Amphibienzaun wäre die Population an der stark befahrenen Straße S202 wahrscheinlich schon nicht mehr vorhanden.

Heckensanierung in Burgstädt

Eine 440m lange und 13,5m breite Hecke wurde abschnittsweise auf den Stock gesetzt um eine Auflichtung der Hecke zu erreichen. Damit werden die Strauchgehölze in der Hecke gefördert. Die Hecke wurde in 4 Abschnitte aufgeteilt. Circa 80% der Gehölze wurden im 1. und 3. Abschnitt, mit jeweils 110m Länge, im Januar/ Februar 2018 entfernt. Das Schnittgut wurde aus der Hecke abtransportiert und geschreddert. Der 2. und 4. Abschnitt wird bis Februar 2019 entsprechend saniert.

Exkursion zum Keilberg

An der Exkursion am 23.6.18 auf den Keilberg unter Leitung von Wolfgang Dietrich aus Annaberg beteiligten sich 17 Naturfreunde. Ziel war ein Hangmoor am Südhang des Keilberges, was durch Niederschlagswasser gespeist wird.
Am Rand des Moores angekommen musste man feststellen, dass sich das Torfmoos auf Grund der Niederschläge mit Wasser gesättigt hatte und Gummistiefel angebracht gewesen wären.

Aktueller Stand der Erneuerung der Ornamentpflanzung "ADvS-1929" auf der Bärenbachwiese

Die 86 Jahre alte Anpflanzung wurde im November 2015 beseitigt und von der Fläche abtransportiert. Außerdem wurde eine Sichtschneiße am Bach freigestellt, wobei insbesondere Erlen gefällt und ebenfalls an der Straße zwischengelagert wurden. Die gefällten Bäume wurden von einem Forsthäcksler verarbeitet und abtransportiert. Im Dezember wurde der Wurzelbereich der bisherigen Anpflanzung mit einer Forstfräse bearbeitet und die Fläche für die Neuanpflanzung vorbereitet.

Verleihung der NABU-Ehrennadel an Hans-Jürgen Görner

Zur Mitgliederversammlung des NABU RVE am 24. Februar 2018 wurde Hans-Jürgen Görner für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit mit der NABU-Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet. Seit mehr als 20 Jahren unterstützt er als Ornithologe die Aktivitäten des NABU RV Erzgebirge, wie aktuell die Aktion "Schwalben willkommen", die Biotopkartierung am Kieferberg bei Burgstädt oder die "Stunde der Gartenvögel". Er nimmt regelmäßig an Exkursionen des NABU teil und fuhr als Delegierter zu den Landesvertreterversammlungen.

Exkursion in die Hühnerheide

Der NABU RVE beteiligte sich an der Moorexkursion zur Hühnerheide, welche vom NABU Mittleres Erzgebirge durchgeführt wurde. Bernd Seifert leitete diese Exkursion. Bereits durchgeführte Maßnahmen zur Wiederherstellung des Moores wurden vorgestellt. So wurde Wasser in ehemaligen Entwässerungsgräben durch Querverbauungen angestaut, wodurch sich das Torfmoos wieder ansiedeln konnte. Typisch für die Region sind Heidelbeeren, Rauschbeeren und Moosbeeren. Die Rauschbeeren sind die Futterpflanze für den vom Aussterben bedrohten Hochmoorgelbling.

Fotos: Hans-Jürgen Görner

Obstbaumschnitt auf der Streuobstwiese in Wechselburg

43 Obstbäume wurden von November 2017 bis Dezember 2018 auf der vom NABU RVE gekauften Fläche geschnitten. Der circa 70 Jahre alte Baumbestand soll durch den Verjüngungsschnitt länger erhalten bleiben. Die Bäume werden durch die Schnittmaßnahmen zum stärkeren Neuaustrieb angeregt. Die Baumkronen werden entlastet, weshalb sie bei hohen Ertrag nicht auseinander brechen. Einzelne Totholzäste bzw abgestorbene Bäume werden auf der Fläche belassen um als Lebensraum für Insekten und Vögel zu dienen.

Die Sachsen und ihre Schwalben

Drei Schwalbenarten sind in Deutschland verbreitet. Um die Uferschwalben beobachten zu können, reist man am besten auf die Insel Rügen. Dort graben jährlich bis zu 8000 Paare ihre Bruthöhlen in die Wände der Steilküste. In Sachsen finden wir heute noch die beiden anderen, häufigeren Arten, Rauch- und Mehlschwalbe. Doch ihnen geht es gegenwärtig gar nicht gut: Die Insekten-Nahrung wird von Jahr zu Jahr knapper. Sie leiden unter akuter Wohnungsnot.

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